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Feuerwanzen: Sodom und Gomerra
Dass es ein Privileg der menschlichen Rasse ist, sich beim Sex in die Augen schauen zu können, zeigt sich derzeit hundertfach in unserem Garten. Es ist die Paarungszeit (März bis Mai) der Feuerwanzen, die es aber in der “Double-Doggy-Style-Position” treiben müssen, nämlich Hintern an Hintern. Während der Vereinigung laufen die Wanzen munter hin und her, sind von der Örtlichkeit also äußerst flexibel. Anfangs fand ich das richtig entspannen: Relaxed mit einem Bier im Gartenstuhl sitzen und den rot-schwarzen Bewohnern unseres Lustgartens beim Poppen zugucken. Schön! Dass die Kopulations-Ergebnisse aber nun so zahlreich auftreten, macht die Sache eher unentspannt.
Letzte Woche war es extrem: In einigen Beeten krabelten auf engstem Raum tausende von Feuerwanzen-Kindern, so dass der Boden nicht mehr sichtbar war (leider hatte ich an dem Tag die Kamera nicht dabei). Komischerweise bleiben die Tierchen in bestimmten Gebieten Edens, streunen also nicht durch den gesamten Garten. Die Feuerwanze wird ca. 3 cm groß und ist für die Vegetation angeblich nicht schädlich. Sie ernähren sich von Pflanzensaft, meist von heruntergefallenen Blätters oder Pflanzensamen.

In Foren habe ich allerdings auch Berichte gelesen, dass die eine oder andere Pflanze von den Tierchen ausgesaugt wurden. Bei uns sind jedenfalls keine negativen Auswirkungen zu erkennen. Sorge bereitet mir aber, dass die erwachsenen Tierchen überwintern und nächstes Jahr erneut zum Rudelbumsen antreten. Wenn nämlich diese Massen an Tieren groß werden, überwintern und dann noch mehr (viel mehr) Kinder bekommen, dürfte der Platz in Eden in ca. drei bis vier Jahren ziemlich eng werden. Ich werde mal meine Füße befragen, was die darüber denken….